AGNES OBEL – neuer Live-Clip plus Live-Q&A

Agnes Obel veröffentlicht heute den zweiten Live-Clip aus einer Serie von vier, die sie während ihrer ausverkauften Shows in Brooklyns National Sawdust im Januar 2020 aufgenommen hat.

Produziert wurde das Video zu „Island of Doom“ von ihrem Langzeit-Mitstreiter und -Partner Alex Brüel Flagstad. Der Song ist Teil ihres im Frühjahr veröffentlichten Albums. Der Live-Clip spiegelt perfekt die Stimmung des Albums wider und reiht sich nahtlos an die offiziellen Clips zu „Island of Doom“, „Broken Sleep“ und „Camera’s Rolling“ an.

Zwei weitere Videos der Serie, allesamt Live-Auftritte von Songs des neuen Albums „Myopia“, werden in den kommenden Wochen veröffentlicht. Veröffentlicht wurde das Album via Deutsche Grammophon sowie Blue Note Records in den USA.

Obel (Piano und Gesang) spielt an der Seite ihrer All-Female-Live-Band: Anne Bakker (Viola, Gesang und Mellotron), Louise Duggan (Percussion und Gesang) und Kristina Koropecki (Cello und Gesang).

“Ich habe das Material bearbeitet, in dem ich es mehrere Male rescanned habe. Das Material wurde durch mehrere Monitore geschickt, wo es über eine alte Röhrenkamera mitgefilmt wurde. Ich mag es, wie die Röhre (in der Röhrenkamera) einen geisterhaften Effekt auf die Bewegungen und das Licht legt und die Röhre wirkt wie ein Weichzeichner auf dem Bild mit dieser alten TV-Technik, die wie eine Mischung aus Super-8-Film und VHS wirkt. Für mich ist es eine Art nostalgischer Nebel, der hoffentlich der Musik noch genügend Raum lässt.“ – Flagstad.

„Für mich ist ‚Myopia‘ ein Album über Vertrauen und Zweifel. Kannst du dir selbst trauen oder nicht? Kannst du deinem eigenen Urteil trauen? Kannst du darauf vertrauen, dass du das richtige tust? Kannst du deinen Instinkten trauen und deinen Gefühlen? Oder sind deine Gefühle verzerrt?“ – Obel.

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Künstlerin: Agnes Obel
Release: „Island of Doom“ – Live from National Sawdust, Brooklyn, NY (Live-Clip)

VÖ: 30.04.20 

Label: Deutsche Grammophon Fotocredits: Alex Flagstad

Wenn Kassandra Beethoven tanzt, dann um ihn für alle sichtbar zu machen…

Beethovens Weg war der durch die Wand. Im Leben wie in der Musik. Gegen den Kanon, gegen ein heuchlerisches Wiener Bürgertum, gegen die Stille. Bald notgedrungen, bald aus Prinzip. Beethovens notorisches Aufbegehren gegen alles gesellschaftlich wie künstlerisch Normierte war dabei kein Selbstzweck, sondern folgte einem ästhetischen Grundsatz: nur im Durchbrechen der Mauern der Tradition finden Kunst und Welt zu neuem Ausdruck. Aber lässt sich dieser rebellische Zug heute überhaupt noch nachempfinden? Wo liegen gerade die Grenzen des Musikalischen, die Beethoven provoziert hätten? Und wer hat den Mut, sie gegen alle Widerstände zu überschreiten? Zu seinem 250. Geburtstag wollen wir unter dem Motto „Play on“, Beethoven mit aktuellen Künstlern in Diskurs setzen, die genau das leisten.

Eine solche Künstlerin ist Kassandra Wedel. Mit drei Jahren beginnt Kassandra das Tanzen. Mit vier verliert sie bei einem Autounfall fast ihren kompletten Gehörsinn. Als Kind nutzt sie ein Hörgerät. Damit kann sie Teile ihrer akustischen Umgebung wahrnehmen. Doch anders als manche Schwerhörige ist sie nicht glücklich damit. Denn für sie klingt es nur nach einem grob unterscheidbaren Rauschen, wo die Mitschüler sich unterhalten oder zu den Charts wippen. Hören bietet Kassandra zu diesem Zeitpunkt keine Orientierung, sondern ist ein permanentes Gewahrsein eines körperlichen Defizits. Also entscheidet sie sich in ihrer Pubertät, das Gerät abzulegen und damit bewusst für die Taubheit. Eine Befreiung. Denn in der Stille findet sie, die wie schon als Dreijährige immer noch Tänzerin werden will, zu einer neuen Musikalität.

Gut zwei Jahrhunderte früher, Wien. Als Beethoven merkt, dass er selbst in der ersten Reihe des Theaters die Dialoge kaum noch versteht, tritt ihm kalter Schweiß auf die ikonische Stirn. Er beginnt, sich Tinkturen in die Ohren zu träufeln, ohne Erfolg. Erst fehlen ihm die hohen Töne, dann immer weitere Register. Beethoven ertaubt langsam und ohne Chance auf Heilung. Taubheit ist für einen Komponisten im Wien dieser Zeit ein Verdikt. Die Gesellschaft kennt weder Gebärdensprache noch inklusive Verantwortung. Ein Gespräch führen heißt für Beethoven bald, mühsam in ein Konversationsheftchen zu kritzeln. Das alte Hörrohr verschlimmert die Sache eher als zu helfen. Die Taubheit empfindet er mehr und mehr als Gefängnis. Nur, an seinem Schaffen ändert das nicht. Fast ohne Gehör komponiert er mit dem Opus 111 eine Sonate, mit der Neunten eine Symphonie, die musikalisch kein Zurück mehr erlauben. Tongewordene Epochengrenzen. Doch welche Rolle spielte seine Gehörlosigkeit dabei? Lag sein Genie darin, wie so oft behauptet, dass er trotz ihr so produktiv und einfallsreich war, oder vielleicht darin, dass er gerade durch sie gezwungen war, kompositorisch immer neue Wege zu gehen und aus sich selbst zu schöpfen?

Es ist ein Vorurteil, das Gehörlose keinen Zugang zur Musik hätten. Auch ohne Gehörsinn fühlt der Körper Schallwellen, am deutlichsten Beats und Basslines, am besten vor den ganz großen Boxen in der Disco. Längst gibt es Basslets, kleine vibrierende Armbänder oder Suitbags, Subwoofer im Rucksackformat, die wie Kopfhörer für den ganzen Körper fungieren. Wenn Kassandra Wedel also tanzt, dann zunächst einmal nach dem Vibrieren der Musik. Aber das nicht alles: „Musik muss nicht nur durch das Hören oder Fühlen passieren,“ sagt sie, „Musik ist auch etwas Visuelles.“ Diese Visualisierung von Melodien, das Figurieren ihrer inneren Musikalität prägen Kassandras Tanz. Bei diesem musikalischen Ins-Bild-Setzen profitiert sie auch von dem Gebärdenvokabular, aus deren Lyrik und Humor sie schöpft. So entwickelt sie über die Jahre einen Stil, mit dem sie nicht nur zur Weltmeisterin im HipHop-Tanz avanciert, sondern seit Jahren auf deutschen Bühnen als Performerin und Schauspielerin das Publikum begeistert. Nicht nur weil ihre künstlerische Perspektive eine andere ist, sondern vor allem eine bereichernde.

Unter Gehörlosen nennt man dieses Phänomen deaf gain. Das meint: das Leben ohne Gehör nicht als Mangel, sondern als Gewinn verstehen. Als eine Wahrnehmungsverschiebung, die Dinge in der Welt erschließt, die einem als Hörenden verborgen bleiben. Warum also nicht auch Beethovens Musik als deaf gain denken? Etwa seine Fünfte, die Schicksalssymphonie, die mitten in die Zeit seiner Ertaubung fällt. Bei der Uraufführung 1808 sind die Zuschauer geschockt von den radikalen Brüchen mit Kompositions- und Hörkonventionen. Bis heute sind Musikwissenschaftler fasziniert von der „komplexen Regellosigkeit“ dieses Werkes und verzweifeln an einer endgültigen Interpretation.

Kassandra Wedels Erfolg darf nicht darüber hinwegtäuschen, wie steinig ihr Weg war und wie viel inklusive Arbeit noch zu leisten ist. Erst 2002 wurde in Deutschland die Gebärdensprache als offizielle Sprache anerkannt. Kassandra ist in dieser Zeit eine von vielen Pionieren und Pionierinnen, die für mehr Anerkennung der Gehörlosenwelt in allen gesellschaftlichen Bereichen kämpfen. In der Kunst erobert sie Schritt für Schritt neue deaf spaces. Im Film, im Fernsehen, auf der Bühne. Und als Tanzlehrerin zeigt sie einer heranwachsenden Generation, sich selbstbewusst gegen Widerstände und Vorurteile zu behaupten. „Ich kann mich mit Beethoven identifizieren, weil er, obwohl er ertaubt ist, weiter Musik gemacht hat,“ sagt Kassandra. Beide suchen in ihrer Kunst Grenzbereiche. Beide klopfen nicht nur an Wände, sondern durchbrechen sie, erkunden das, was dahinter ist und machen es für andere zugänglich. Wenn Kassandra Beethoven tanzt, dann um ihn für alle sichtbar zu machen, auch für die, die ihn nicht hören können. Aber sie tanzt Beethoven auch, damit die, die seine Musik hören, sie in einem vielleicht ganz neuen Licht sehen.

Kassandra Wedel @ Facebook:https://www.facebook.com/kassandrawedel.calls/

Kassandra Wedel @ Instagram:https://www.instagram.com/kasscalldance/


Quelle:
Künstler: Beethoven 250 ft. Kassandra Wedel
Release: 1. Satz der 5. Symphonie – Studio Version (Clip)
VÖ: 29.04.2020
Label: Deutsche Grammophon
Foto-Credit/Video-Stills: Rekorder GmbH
Foto-Credit Presse-Foto Kassandra Wedel: Nicolas Priso

Lions Head präsentiert das Video zu seiner neuen Single “The Way U Talk”

I like the way you talk, some things don’t need translating…
Ist einfach so. Punkt. Mit diesen eingängigen Zeilen meldet sich Lions Head endlich wieder zurück und veröffentlicht am 01.05.2020 seine neue Single “The Way U Talk“.

Nach seinen TV-Ausflügen als Juror bei Sky’s X-Factor im Jahr 2018 und als Sidos Vocalcoach bei The Voice of Germany 2019, ist es jetzt für den quirligen Lions Head an der Zeit, sich wieder musikalisch zu Wort zu melden.
2014 kam der gebürtige US-Amerikaner Ignacio Marshall Uriarte alias Lions Head nach Deutschland.
Er entschied sich, hier zu leben und veröffentlichte 2015 seine erste Single „Begging”. 2016 folgten die Tracks “When I Wake up und See You”, kurz darauf erschien das Debüt-Album „LNZHD“.
Im Jahr 2017 kamen dann die Singles “True Love“ und „Golden”, sowie 2018 “So Mean“.

Lions Head-Songs von sind wie Schnappschüsse und Momentaufnahmen, in denen die großen Themen des Lebens in kleine, smarte Anekdoten musikalisch verpackt werden.

Hier gibt es ab sofort das Video zu „The Way U Talk“:

Quelle:

Künstler: Lions Head
Single-Titel: „The Way U Talk“
Single/Video-VÖ: 01.05.2020
Label: Sony Music
Fotocredits: Emil Levy

FADHILEE ITULYA veröffentlicht lebendig traditionelles Debüt-Album “Kwetu” VÖ: 08.05.20

Der Kenianer Fadhilee Itulya begann seine professionelle Musikkarriere bereits im Jahr 2008 und präsentiert nun sein Debüt-Album “Kwetu”.

Der in Kakamega im Westen Kenias geborene und in Nairobi aufgewachsene Fadhilee begann seine Liebesbeziehung zur Gitarre mit drei Akkorden, die ihm seine Mutter auf ihrer Gitarre gezeigt hatte. Das weitere Spiel brachte er sich selbst bei und wurde schnell zum Ärgernis in seinem Elternhaus in den Eastlands Nairobis.

Während ihn die Gitarre ständig begleitete, arbeitete er u.a. als Bauarbeiter, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, und unterrichtete freiwillig Kinder in den benachbarten Slums von Soweto in Musik. Auch als Student der Internationalen Beziehungen und Diplomatie an der Universität von Nairobi bot er weiterhin privaten Gitarrenunterricht an.

Inspiriert durch Omutibo, einem Musikstil der Luhya im Westen Kenias, kreiert Fadhilee Songs, die die Menschen zum Tanzen bringen. Seine Musik lebt von Synkopen und enthält Elemente aus Folk, Pop, Dance und Weltmusik – eine gute Mischung, die sich mit Themen aus Kultur, Gemeinschaft und Umweltschutz befasst.

‘Kwetu’ (Heimat auf Swahili) enthält zehn lebendige Songs, die, mit traditionellen Gesängen und Isikuti-Percussion verwoben, den ursprünglichen Percussion-Style West-Kenias widerspiegelt.

Neben seiner Karriere als Musiker veranstaltet Fadhilee eine Konzertreihe mit dem Titel “Fadhilees Garage” und war der Gründer des Utam Festival (Kenia).

Künstlerische Einflüsse: Habib Koite (Mali), Ayub Ogada (Kenia), Richard Bona (Kamerun)

Quelle:

Künstler: Fadhilee Itulya
Release: „Kwetu“ (Album)
VÖ: 08.05.20
Label: Naxos World
Fotocredits: Nviiri Sande + Heenie Photography
Credit Album-Cover: Kevin Provoke

SENEX »Wake Up« Single und Lyric Video out now

Anfang Februar feierte Ex-Liquido-Mastermind Wolfgang Schrödl mit dem wunderbaren Electro-Pop-Juwel „Everybody Knows“ seinen Einstand beim Sony Music-Label RCA, nun legt der 45-jährige Sänger, Songwriter und Musiker mit „Wake Up“ eine nicht weniger großartige Follow-Up-Single vor. „Mein Ziel mit Senex ist es, scheinbar einfache Songs zu schreiben, die im Ohr hängen bleiben, aber doch ein entscheidendes Maß an Tiefe mitbringen“, erklärt er. „Ich denke, dass ich mit ‚Wake Up‘ meinem Anspruch sehr nahe gekommen bin: es ist ein Lied, das wie ein prachtvoller Sonnenaufgang einen kurzen Augenblick lang den Fokus auf das Schöne im Leben richtet, Trost gibt. Auch wenn jeder weiß, dass dieser Moment  vergänglich ist und jeder sein Maß an Traurigkeit zu verarbeiten hat. Denn dieser Aspekt soll bei Senex, wenn auch unaufdringlich und erst auf den zweiten Blick, nicht fehlen: eine stets mitschwingende Ernsthaftigkeit, der allerdings immer mit musikalischer Leichtigkeit begegnet wird.“


Die Dualität des Senex-Konzepts manifestiert sich auch im Arrangement: da sind einerseits Akkordfolgen, die eine Atmosphäre positiver Vertrautheit schaffen, dazu eine Kygo-artige Hookline, die im Ohr bleibt, aber eben auch viele liebevolle, organische Sounds, wie im Pre-Chorus, oder gar ein Folkzitat wie im ruhigen C-Part. „Der Song hat sich quasi von selbst geschrieben“, erinnert sich Schrödl. „Er entstand an der Akustikgitarre und in sehr kurzer Zeit – was nicht allzu oft vorkommt, aber man sich eigentlich immer wünscht. Denn gerade dann wirkt ein Lied wie aus einem Guss, ohne verkopft zu sein. Dem Inhalt der melancholischen Strophe, wo es um ein Nicht-verwinden-Können der Vergangenheit geht, wird mit einem positiven Blick nach vorne im Refrain begegnet, quasi ein Scheiß-drauf-weiter-geht’s.“


Als Produzenten vollendeten Pelican Production, die jüngst mit der Alle Farben/Ilira-Single „Fading“ erfolgreich waren, den Song.

„Wake Up“ von Senex ist ab sofort überall als Stream & Download erhältlich.

“Wake Up” Lyric Video: 

Quelle: MCS – Marketing & Communication Services

Fotocredit: © I Am Johannes

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