Mehr Inhalte im Radio durch Syndications

Was in den USA schon lange gut funktioniert kommt auch immer mehr in Deutschland an.

Radio lebt von und durch interessante Inhalte

Viele Webradios fristen als Auto DJ ihr Dasein und haben nur wenig bis überhaupt keinen Unterhaltungswert. Sei doch mal ehrlich, eine 24 Stunden Rotation die unermüdlich und nonstop Musik auf die Ohren bringt bekomme ich bei Spotify auch. Ja sogar noch viel exklusiver ganz nach meinen Wünschen. Dafür muss ich kein Radio einschalten.

Natürlich haben viele Webradios Livesendungen im Plan, doch meistens laufen diese nach dem 0 8 15 Schema ab. Titel anmoderieren, Musikwünsche erfüllen und ein paar Leute im Chat begrüßen. So senden schätzungsweise 80 Prozent der privaten Webradios.

Doch Radio kann viel mehr und es kann mit einem gut durchdachten Konzept echte Unterhaltung bieten. Ein gutes Radioprogramm kann außerdem niemals durch eine Spotify Playliste ersetzt werden.

Kein Webradio kann rund um die Uhr live senden

Bei großen kommerziellen Sendern sind eine Menge Moderatoren, Redakteure und weitere Helfer im Einsatz. Hinter diesen Radio Giganten stecken riesige Teams. Dadurch ist es natürlich nicht schwer ein 24 Stunden Programm zu liefern. Im privaten Webradio sieht die Sache etwas anders aus. Die Teams sind sehr viel kleiner und der Sender wird als Hobby in der Freizeit betrieben. Gute Sendeplätze können selten optimal belegt werden. Doch gerade das ist extrem wichtig für den Erfolg.

Es muss nicht immer live sein

Der Spruch “Nur live Radio ist ehrliches Radio” ist mittlerweile ziemlich abgedroschen und aus der Mode. Bei gut gemachten Vorproduktionen kann der Hörer nicht mehr unterscheiden ob live gesendet wird oder nicht. Doch darauf kommt es auch überhaupt nicht an. Es interessiert niemanden, was zählt ist der Inhalt einer Sendung. Bei den großen Radio und TV Anstalten kommen viele Inhalte aus der Konserve. Das ausschließlich Livesendungen die Hörerschaft lockt ist ein Mythos.

Gut gemachte so genannte Syndications sind Vorproduktionen die bei verschiedenen Portalen kostenlos angeboten werden. In den meisten Fällen sind das komplette Sendestrecken bei denen jede Woche eine neue Folge angeboten wird. Eine gute Anlaufstelle ist die Seite Syndications4Radio um ein Beispiel zu nennen. Es gibt aber auch Netzwerke in denen Radios direkt mit verschiedenen Livesendungen beliefert werden. Als Beispiel möchte ich das Laut.fm/Stations.Netzwerk erwähnen.

Hinter den Syndications stecken in den meisten Fällen Hobby Radiomacher die qualitativ mehr anzubieten haben als die Titelansager nämlich, Sendungen mit Themen und Konzepten. Damit lassen sich einfach, schnell und kostenlos wichtige Sendeplätze füllen. Wer gute Sendungen regelmäßig auf den gleichen Sendeplätzen anbieten kann, hat echte Chancen Stammhörer zu gewinnen. Wichtig ist allerdings das die Sendungen auch zum Sender und in das gesamte Programmschema passen. Einen Oldie Sender würde ich jetzt nicht unbedingt mit den aktuellen Charts beschallen und auch die Schlagerparade kommt selten gut bei einem Pop Radio an. An dieser Stelle empfehle ich Dir auch meinen Artikel “Musikauswahl im Radio der größte Fehler“.

Probieren geht über studieren

Die Syndications sind also eine gute Möglichkeit das eigene Programm aufzuwerten und es inhaltlich interessanter zu gestalten. Durch eine geschickte Platzierung und die richtige Promotion (Werbung) ist der Sender auf einem guten Weg Stammhörer zu gewinnen.

Über das Thema Promotion werde ich in einem anderen Artikel schreiben. Schaut euch bei den Syndications Anbietern um und probiert es doch einfach mal aus, denn Probieren geht über Studieren.

Fragen zu diesem Thema beantworte ich euch auch gerne direkt hier unten in den Kommentaren.

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